Interessante Ergebnisse beim Hackathon der Gebäudetechnik

 

Sechs Studierendenteams sind am 22. und 23. November im Humboldt4C, einem Coworking-Space in Lüdenscheid, an den Start gegangen, um in 24 Stunden neue Lösungsansätze für Fragestellungen aus der Gebäudetechnik zu finden. Die Aufgaben stellten die Unternehmen Albrecht Jung und Rutenbeck aus Schalksmühle, Busch-Jaeger aus Lüdenscheid, SCHELL aus Olpe, Aba Beul aus Attendorn sowie Oventrop aus Olsberg. Eingeladen zur Veranstaltung hatte der Verein Gebäudetechnik Südwestfalen e.V., dessen Aktivitäten von der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen koordiniert werden.

 

Gesucht wurden neue Ideen für die Zukunft der Gebäudetechnik. Bei Busch-Jaeger stand die Frage im Mittelpunkt, welche Mehrwerte der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Smart-Home-Systemen für Nutzer und für Installateure bieten könnte. Die Firma Oventrop suchte Ideen für eine digitale Heizungsregelung, die eine gleichmäßige Wärmeverteilung sicherstellt. Bei Aba Beul ging es um den Einsatz von KI bei der Hygieneüberwachung und –steuerung von Wasserleitungen. Eine ähnliche Fragestellung stand auch bei SCHELL im Vordergrund. Die Firma Rutenbeck hatte eine Aufgabe zu einer Sensor-Aktor-Einheit mit Cloud-Anbindung und Marketingkonzept gestellt und bei Albrecht Jung standen die Themen modulares Bauen und Optimierung von Bestellprozessen im Mittelpunkt.  

 

In Teams von je sieben bis acht Studierenden aus verschiedenen Studienfächern der Fachhochschule Südwestfalen wurden Apps programmiert, Prototypen gebaut, Konzepte entwickelt, kurze Filme produziert und Präsentationen erstellt. Die Studierenden waren mit großem Engagement und viel Freude bei der Arbeit. Die meisten haben die Nacht durchgearbeitet. Bei der Vorstellung der Ergebnisse am Samstagmittag wirkten aber alle noch erstaunlich fit und hochgradig motiviert.   

 

Zum Sieger wählte die Jury die Arbeitsgruppe, die für Albrecht Jung ein Konzept für einen Gebäudetechnik-Konfigurator entwickelt hat, der den Kunden mit einem 3D-Planungswerkzeug unterstützt und daraus ohne Medienbrücke eine Bestellung auslösen kann. Für modulare Baueinheiten schlägt der Konfigurator Ausstattungspakete vor und berechnet den Bedarf an elektrischen Installations­materialien. Das Team konnte sich über einen Geldpreis von 1.000 Euro freuen, den der Verein Gebäudetechnik Südwestfalen e.V. ausgelobt hat.

 

Den zweiten Platz, der mit 600 Euro dotiert war, belegte das Team, das für die Firma Schell eine App entwickelt hat, mit der sich berechnen lässt, wieviel Wasser wann und wo für Spülungen von Wasserleitungen eingesetzt werden muss, um die Hygienevorschriften für Trinkwasser einzuhalten und gleichzeitig ressourcen­effizient zu sein.

 

Auch die anderen Gruppen gingen nicht leer aus, da alle Teams gute Ideen präsentieren konnten. Vor allem sind aber interessante Kontakte zwischen Studierenden, die sich zum großen Teil vorher noch nicht kannten, und Unternehmensvertretern entstanden. Das gemeinsame Erlebnis „Hackathon“ wird allen in guter Erinnerung bleiben. 

 

 



 

Ideenlabor/Hotelzimmer

 

Im Projekt „Ideenlabor/ Hotelzimmer“ wurde zunächst ein Masterplan für die Gestaltung eines Hotelzimmers der gehobenen Kategorie entwickelt und dann in Originalgröße aufgebaut. Mitgliedsunternehmen haben ihre Produkte und Systeme eingebaut und können jetzt die Vernetzung weiterentwickeln, Schnittstellen  optimieren und Impulse für die Produktentwicklung aufnehmen. Als Ergebnis der Zusammenarbeit werden Zusatznutzen für die Kunden generiert und die Vorteile gemeinsam kommuniziert.