24.03.2016

Studierende der Gebäudesystemtechnik besuchen light + building in Frankfurt

 

Die digitale Vernetzung im Gebäude nimmt immer mehr Fahrt auf. Intelligente Systeme der Gebäudetechnik sorgen für mehr Komfort und Wirtschaftlichkeit und ermöglichen es, auf unterschiedliche Bedürfnisse individuell einzugehen. Die light + building als Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik stand in diesem Jahr unter dem Motto "Where modern spaces come to life: digital – individuell – vernetzt". Unternehmen aus Südwestfalen sind Taktgeber in diesem Prozess. Mehr als 20 Hersteller aus der Region haben in Frankfurt innovative Produkte und Systemlösungen gezeigt.

 

Der Verein „Gebäudetechnik Südwestfalen e.V.“ in dem namhafte Hersteller aus der Region unter Moderation der SIHK zu Hagen zusammenarbeiten, hat auch in diesem Jahr wieder Studierende der Fachhochschule Südwestfalen – Fachrichtung Gebäudesystem-technologie – zur Exkursion nach Frankfurt eingeladen. Vor Ort konnten sich die Studierenden ein Bild vom Leistungsspektrum der heimischen Unternehmen machen und wertvolle Kontakte in die Praxis knüpfen. 

 

Wie der neueste Stand der intelligenten Heim- und Gebäudetechnik aussieht, präsen­tierte Busch-Jaeger auf seinem Messestand unter anderem am Modell eines vernetzten Hauses. Über das Haussteuerungssystem Busch-free@home® lassen sich Jalousie, Licht, Heizung, Klima, Türkommunikation oder Szenen einfach (fern-)steuern. Das geht sowohl per Schalter an der Wand als auch mit dem Laptop oder mit dem Smartphone. Während die Technik immer intelligenter wird und auf die individuellen Bedürfnisse der Nutzer eingeht, wird die Bedienung dabei einfacher. Vieles ist mit einem Fingertipp auf dem Touchscreen erledigt oder kann bereits mittels Sprachsteuerung bedient werden. Außerdem wächst der Funktionsumfang. Neben den klassischen Gebäudefunktionen lässt sich zum Beispiel auch der CO2-Gehalt in einem Raum messen und regeln. Insbesondere für die Nachrüstung im Altbau gibt es jetzt „Busch-free@home® Wireless“. Ein Funksystem ermöglicht hier, auf eine gesonderte Verkabelung zu verzichten.

 

Am Messestand von JUNG wurde der gekonnte Brückenschlag zwischen zukunftssicherer Gebäudetechnik und ästhetischem Design „Made in Germany“ deutlich. Zum Beispiel übernimmt das neue Bedienpanel „Smart-Control 7" die Steuerung verschiedener Systeme zur Hausautomation über Apps. Damit lassen sich eNet- und KNX-Installationen ebenso wie zum Beispiel Türsprechfunktionen über ein und dasselbe Gerät bedienen. Bei eNet handelt es sich um ein Funk-System, insbesondere für den Nachrüstbereich, das jetzt auch für weitere Unternehmen der Gebäudetechnik geöffnet wurde. Mit dem Smart Visu Server bietet JUNG eine gute Lösung, um schnell und kostengünstig eine KNX-Installation zu visualisieren. Bei seinen designorientierten Produkten setzt JUNG auf besonders flache Bauformen, die eine elegante Optik vermitteln.

 

Interessante Produkte für die Bereiche Multimedia, Datentechnik, Telefunktion und Telefontechnik wurden von Rutenbeck präsentiert. Die Studierenden bekamen hier gute Einblicke in fortschrittliche Lösungen für eine „saubere“ Verkabelung und leistungsfähige Vernetzung von Systemen der Gebäudesteuerung und Multimedia-Anwendungen. Dazu gehören Modularlösungen für die strukturierte Büroverkabelung ebenso wie Lösungen für die zukunftssichere Heimverkabelung im Neubau oder im Bereich der Nachrüstung. Hier bietet Rutenbeck zum Beispiel mit DataLight eine sichere und strahlungsfreie Datenübertragung per Lichtwellenleiter an. Als absolute Messeneuheit wurde bei Rutenbeck ein neues Netzwerkmodul mit der Bezeichnung „Cat 8.1“ präsentiert, das in Hochleistungsnetzwerken Übertragungsraten mit einer Bandbreite von bis zu 2000 Megahertz ermöglicht. Großes Interesse fand auf der Messe auch ein Wlan-Accesspoint, der in einer Unterputzdose Platz findet und damit sichere Mobilität für jedes Netzwerk ermöglicht.

 

Welche Gestaltungsmöglichkeiten mit innovativer LED-Technik möglich sind, haben die Studierenden am Stand von Hoffmeister Leuchten erfahren. Hier konnten sie in einem geschlossenen Demonstrationsraum selbst Licht „komponieren“, indem Sie zum Beispiel Lichtfarben, Lichtstärke und Strahlungswinkel von LED-Leuchten einstellen konnten. Deutlich wurde dabei, welche Wirkungen mit Licht erzeugt werden können. Hoffmeister Leuchten ist Spezialist, wenn es darum geht, Exponate in Museen und Galerien ins richtige Licht zu setzen. Aber auch bei der Beleuchtung von Fußballstadien oder bei der Straßenbeleuchtung kommen Produkte von Hoffmeister zum Einsatz. 

 

Wie die Auswahl der passenden Lichttechnik bei der Planung von Gebäuden gelingt, wurde am Stand von DIAL deutlich. DIAL hat mit der Lichtplanungssoftware DIALux weltweit Maßstäbe gesetzt und zeigt, wie der DIAL-Leitsatz „Bessere Architektur durch Licht und Automation“ umgesetzt werden kann. Mit der neuesten Version DIALux evo 6 können Planer erstmalig auch Tageslichtsysteme in die Planung und Berechnung einbeziehen. Außerdem bietet DIAL mit LUMsearch, einer Leuchtensuchmaschine, ein komfortables Tool, mit dem online die richtigen Leuchten für das jeweilige Bauvorhaben gefunden werden können.

 

Der Besuch auf der light + building hat den Studierenden gezeigt, wie das, was sie in der Theorie lernen, später in Produkte und Systeme umgesetzt wird. Die Studierenden zeigten sich sichtlich beeindruckt von den Innovationen aus Südwestfalen. Außerdem konnten schon wertvolle Kontakte für Bachelorarbeiten angebahnt werden.

 



 

Ideenlabor/Hotelzimmer

 

Im Projekt „Ideenlabor/ Hotelzimmer“ wurde zunächst ein Masterplan für die Gestaltung eines Hotelzimmers der gehobenen Kategorie entwickelt und dann in Originalgröße aufgebaut. Mitgliedsunternehmen haben ihre Produkte und Systeme eingebaut und können jetzt die Vernetzung weiterentwickeln, Schnittstellen  optimieren und Impulse für die Produktentwicklung aufnehmen. Als Ergebnis der Zusammenarbeit werden Zusatznutzen für die Kunden generiert und die Vorteile gemeinsam kommuniziert.